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Vitamin D - Unser Sonnenvitamin

Bild: Doris Oberfrank-List / Fotolia.com
Bild: Doris Oberfrank-List / Fotolia.com

 

Vitamin D ist aktuell so etwas wie der Shooting-Star unter den Vitaminen.

 

Und zu Recht, denn immer mehr Forschungsergebnisse zeigen:

Vitamin D spielt nicht nur, wie lange angenommen, eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel, sondern ist darüber hinaus für eine Vielzahl an weiteren Vorgängen in unserem Körper essentiell.

Was ist Vitamin D?

Da unser Körper in der Lage ist, Vitamin D in der Haut bei ausreichender Sonneneinwirkung selbst herzustellen, ist es streng genommen kein Vitamin.

 

Es wird wie die Sexualhormone aus Cholesterin hergestellt und wirkt in den Zellen teils hormonähnlich, so dass es korrekterweise als Prohormon bezeichnet werden muss.

Der besseren Verständlichkeit halber bleibe ich trotzdem bei der eingebürgerten Bezeichnung "Vitamin" D.

 

In den letzten Jahren hat man in fast allen Körpergeweben Vitamin-D-Rezeptoren gefunden.

Dies ist ein klares Indiz für die Wichtigkeit des Sonnenhormons und weist darauf hin, dass ein Mangel sich in einer Menge unterschiedlicher Symptome zeigen kann.

Vitamin D, Knochen, Immunsystem, Multiple Sklerose
Vitamin D3 ähnelt in seiner Struktur den Steroidhormonen.

Vitamin D liegt in verschiedenen Formen vor. 

Normalerweise ist Vitamin D3 gemeint wenn wir darüber sprechen.

 

 

Welche Aufgaben hat Vitamin D in unserem Körper?

  • Knochenaufbau und -Stoffwechsel: Über die Regulierung des Calcium- und Phosphatstoffwechsels sowie des Parathormons wirkt Vitamin D positiv auf die Knochendichte ein und kann Osteoporose vorbeugen beziehungsweise den Knochenabbau verlangsamen. Frauen mit Kinderwunsch sollten bereits vor der Schwangerschaft auf gut gefüllte Vitamin D - Speicher achten.
  • Immunsystem: Hier trägt es zur Reifung von Immunzellen bei. Die Abwehrleistung wird gestärkt und damit die Infektanfälligkeit verringert. Durch die Regulierung der T-Helferzellen und die Harmonisierung der Th1/Th2-Immunantwort ist es sehr hilfreich bei den verschiedensten Autoimmunerkrankungen.
  • Herz-Kreislauf-System: Vitamin D ist an der Steuerung von Herzenzymen beteiligt. Es wird hier therapeutisch eingesetzt bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. Niedrige Vitamin D - Spiegel erhöhen ausserdem das Risiko am metabolischen Syndrom zu erkranken. 
  • Gehirn: Niedrige Konzentrationen an Vitamin D im Blut können zu einer erhöhten Anfälligkeit für Depressionen und Parkinson führen.
  • Muskel- und Nervensystem: Über seine Wirkung auf den Calciumhaushalt verbessert Vitamin D indirekt die neuromuskuläre Erregungsleitung und führt so zu besserer Koordination und mehr Muskelkraft
  • Haut: Durch die regulatorische Wirkung auf das Immunsystem hemmt Vitamin D die unkontrollierte Zellvermehrung. Ausserdem ist es beiteiligt an der Reifung der Keratinozyten.
  • Bauchspeicheldrüse: Regulation der Insulinausschüttung.

Was ist ein Mangel an Vitamin D und wie wird er festgestellt?

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Der Vitamin D-Spiegel wird im Labor bestimmt.

 

Dafür nehme ich oder Ihre Heilpraktikerin oder Ärztin Ihnen Blut ab. Dieses wird dann zentrifugiert und ans Labor geschickt.

Diese Untersuchung kostet etwa 25-30 €.

 

Von einem Mangel spricht man bei Serumkonzentrationen von 25-(OH)-Vitamin D unter 30 ng/ml bzw 75 mmol/l.

Wie kommt es zum Vitamin-D-Mangel und wie äußert er sich?

Da wir nur einen Teil unseres Vitamin-D-Bedarfs über die Nahrung decken und für die ausreichende Versorgung auf genügend Sonneneinwirkung angewiesen sind, entsteht ein Vitamin-D-Mangel besonders häufig

  • im Winter
  • bei Menschen, die sich meist in geschlossenen Räumen aufhalten
  • wenn Sie sich meist durch lange Kleidung vor der Sonne schützen
  • durch die ständige Verwendung von Sonnen- und Hautcremes mit Lichtschutzfaktor 8 und höher
  • wenn Sie sich vor allem spätmachmittags und abends im Freien aufhalten, da zu diesen Zeiten die Sonne nicht mehr hoch genug am Himmel steht

 

Ausserdem sind folgende Personengruppen sind zudem häufig von einem Mangel betroffen:

  • Schwangere
  • Menschen über 50 Jahre
  • VegetarierInnen
  • Übergewichtige
  • Menschen, die häufig Alkohol trinken
  • PatientInnen, die bestimmte Medikamente einnehmen

 

Folgende Beschwerden und Krankheiten werden mit einer mangelhaften Versorgung mit Vitamin D in Verbindung gebracht:

  • Osteoporose, Rachitis
  • hormonelle Störungen
  • Depressionen
  • chronische Müdigkeit
  • Taubheits- und Schwächegefühle
  • Muskelschwäche
  • Diabetes mellitus
  • Multiple Sklerose
  • Krebs
  • Hautkrankheiten wie Psoriasis (Schuppenflechte) oder Lupus erythematodes
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Allergien
  • Autoimmunkrankheiten
  • Infektanfälligkeit

Wie kann ich meinen Vitamin D Bedarf decken?

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Die Sonneneinstrahlung ist für unseren Vitamin D-Haushalt nahezu unverzichtbar

 

Vitamin D kommt in hohen Dosierungen vor allem in tierischen Nahrungsmitteln vor. 

Besonders reich an Vitamin D sind Lebertran und Salzwasserfische.

 

 

Wenn wir uns oft und lange genug in der Sonne aufhalten und dabei genügend Haut zeigen, so ist es vor allem im Sommer sehr gut möglich, ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein. Die Eigenproduktion der Vitamin-Vorstufen in der Haut reicht dann gut aus.

 

Die Voraussetzungen hierfür:

  • Dauer des Sonnenbades mindestens 15-30 Minuten
  • Mindestens Gesicht, Hände und Unterarme müssen unbedeckt und auch nicht mit Sonnenschutz eingecremt sein
  • Die Sonne muss hoch genug am Himmel stehen (Faustregel: wenn mein Schatten länger ist als ich selbst, dann wird nicht mehr genügend Vitamin D gebildet)

 

Falls uns dies nicht möglich ist, so gibt es in der Apotheke eine Vielzahl an Vitamin D-Präparaten.

 

Die Dosierungsangaben sind allerdings sehr unterschiedlich.

 

Meiner Ansicht nach sollten hier unbedingt die persönlichen Bedingungen mit einkalkuliert werden, am allerbesten jedoch vorab ein Labortest gemacht werden.

Dies gilt umso mehr, da Vitamin D als fettlöslicher Stoff im Körper gespeichert wird und in zu hoher Konzentration zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

 

Anhand der Werte kann sehr genau ermittelt werden, wieviel Vitamin D zusätzlich substituiert werden sollte.

Fazit:

In der Praxis zeigt sich bei der Bestimmung der Serumwerte im Labor sehr häufig ein Mangel an Vitamin D.

 

Durch unsere Lebensumstände ist es oftmals schwierig, eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.

 

Angesichts der Vielzahl an unterschiedlicher Beschwerden und Krankheiten, die bei einem Mangel an Vitamin D entstehen können, empfehle ich recht oft die Bestimmung der Serumspiegel.

Die Laboruntersuchung ist recht preisgünstig und die Auswirkungen einer gezielten Susbtituierung mit Vitamin D auf die verschiedensten Symptome sind oftmals enorm.

Autorin: Julia Eusemann, Heilpraktikerin

 

Bei Fragen kontaktieren Sie mich bitte unter 0761-48 97 98 78 oder per E-Mail an info@juliaeusemann.de.

 

Sollte Ihnen der Besuch meiner Praxis nicht möglich sein, so vermittle ich Ihnen auch gerne Adressen von TherapeutInnen in Ihrer Nähe.

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